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Spezialisten über die Honda S-Reihe |
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Wer einen guten S800 sucht, braucht Geduld: "Die meisten klassischen Honda befinden sich heute wieder in Japan. Vor zehn Jahren, auf dem Höhepunkt des Preis-Booms, kauften die Japaner weltweit den Markt leer. In Deutschland spielt sich nicht mehr viel ab." sagt Michael Ortmann, Gründer der IG S800-Fahrer Deutschland. Seiner Initiative zusammen mit Röbi und Sven Meury ist es zu verdanken, dass heute wesentliche Teile wie Bremsscheiben, Kupplungs- und Getriebekomponenten, Achsmanschetten, Batteriehalter sowie zahllose Dichtungen etc. nachgefertigt werden. Die Honda-Händlerorganisation kann dagegen nicht mehr oder nur ganz selten mit Ersatzteilen weiterhelfen. Die meisten Händler sind in den letzten 15 Jahren neu zu Honda gestossen und haben meist gar keine Ahnung von den S800 resp. S600.
Die typischen Schwachstellen:
- Der Leiterrahmen mit der separaten Karosserie, die stellenweise sogar bereits verzinkt war, macht Blecharbeiten überschaubarer als bei selbsttragenden Karosserien. Allerdings sind originale Blechteile kaum noch erhältlich. Immerhin: Kotflügel gibt es inzwischen als Nachfertigung zu enormen preisen. Beim Leiterrahmen rosten meist die hinteren Verstärkungsrohre oberhalb der Hinterachse durch.
- Das nur 791 ccm grosse Triebwerk ist zwar filigran, aber ausgereift und zuverlässig - wenn ihm der Besitzer die richtige Pflege gönnt. Hohe Drehzahlen nimmt es in kaltem Zustand schnell übel.
- Die nadelgelagerte Kurbelwelle gehört zu den Delikatessen des Motors. Sie sollte beim Kauf in Ordnung sein, denn ihre Ueberholung ist sehr teuer. Oft ist auch die Verzahnung des vorderen Zapfens ausgeschlagen.Dies führt zum Defekt des Freilaufes. Dieser ist neu nur noch für das späte Modell lieferbar. Das klappern der getretenen Kupplung ist ein schönheitsfehler aber nicht weiter tragisch. Die Sinchronringe des 2.ten Ganges sind oft verschlissen. Vorsicht, es lassen sich nicht alle Getriebe zerlegen.
- Das Differenzial an der Hinterachse macht meist Geräusche. Dies sollte vom Fachmann revidiert werden um weitere Schäden zu vermeiden. Beim S600 ist die Hinterachse ein Thema für sich. Aufwändige Technik mit Ketten machen einer Revisison sehr umfangreich und teuer. Auf Geräusche der Ketten und Spanner achten.
- Die Originalität lässt bei den meisten Fahrzeugen zu wünschen übrig. Unverbastelte und komplette Exemplare sind selten. Einige Fahrzeuge vor allem in Deutschland wurden komplett mit Kunsstoffteilen aufgebaut. Diese bestanden im normalfalle aus Kotflügeln. Teils wurden auch Türen und Motorhauben verbaut.
- Sehr selten und teuer sind die von Honda für den Motorsport angebotenen Fünfganggetriebe. Weil sie gerade verzahnt sind, eignen sie sich für den Alltagsbetrieb allerdings nur bedingt.
- Bei den Cabrios sollte unbedingt der vordere Scheibenrahmen tadellos sein. Eine Restauration eines Scheibenrahmens ist sehr aufwendig und braucht meist eine nue Frontscheibe. Diese geht meistens beim zerlegen zu brüche. Neue Gummis sind nicht mehr lieferbar.
- Im Gegensatz zur Konkurrenz aus England oder Italien ist der S 800 in höhere Preissphären vorgedrungen: Passable Cabrios sind kaum unter 14`000 Euro erhältlich. Coupes kaum für weniger. Fachmännisch restaurierte Exemplare werden meist sehr hoch gehandelt.
- Seit mehreren Jahren ist die rm-garage spezialisiert auf Honda S-Modelle
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